Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.

–Harry Belafonte

Schneller lernen und effektiver üben mit “deep practice”.

Oder: warum ich seit drei Wochen Tausende von Kreisen zeichne.

first million e1413566127775 Ist Talent angeboren, Schicksal oder wird es draufgschafft?

Wie schaffte es ein armer russischer Tennisclub mit einem einzigen Hallenplatz, dass aus ihm zwanzig weibliche Tennisstars von Weltrang kamen? Wieso brachte eine kleine ländliche Stadt in Italien ein Dutzend Maler und Bildhauer hervor, die die italienische Renaissance begründeten? Warum stammen so viele hervorragende Fußballspieler aus Brasilien?

Woher kommt dieses Talent? Vererbt? Zufall? Ein besonderes Training?

Talent ist eben gottgegeben. Oder fest in den Genen verankert. Daran lässt sich nun mal nichts ändern. Man denkt an Mozart, der schon mit sechs Jahres seine ersten Konzerte mit Klavier und Geige gab. Oder an andere Wunderkinder wie Boris Becker, der mit 17 Jahren Wimbledon gewann.

"Stimmt nicht!", behauptet Daniel Coyle in seinem Buch "The Talent Code". Veranlagung spiele zwar eine Rolle, aber entscheidender seien Motivation, Übung und Disziplin. Er nennt das "deep practice".

Neue Erkenntnisse aus der Neurobiologie zeigen, dass wir viel tun können, um Spitzenleistungen zu vollbringen. Viel tun müssen. Seit dem Buch "Überflieger" von Malcolm Gladwell geistert die 10.000-Stunden-Regel durch die Medien.

 

Aber was genau müssen wir dazu tun?

Der Autor besuchte auf der ganzen Welt Wissenschaftler und neun erfolgreiche Talentschmieden, u.a. ein Baseballcamp in der Karibik, eine Schule für klassische Musik in New York, das Futsal-Trainingslager in Brasilien, den Spartak Tennisclub in Russland, das Zephyr-Team von Skateboardern. Er wollte herausfinden, was das Geheimnis von großem Erfolg ist, egal

  • ob man eine Fußballmannschaft trainiert
  • oder ein Kind Klavier übt
  • ob Sie ein Golfprofi werden wollen
  • oder davon träumen, eine berühmte Romanautorin zu werden.

Er fand drei Schlüsselelemente heraus: Weiterlesen


Gewohnheiten sind Trampelpfade in unserem Gehirn.

Gewohnheiten sind bequem und effektiv – bis man sie ändern will.    Gewohnheiten sind gespeicherte Lösungen für Situationen. Wie man liest, einen Apfel schält oder ein Auto bedient. Wie man beim  Fußball den Gegner umdribbelt. All das mussten wir einmal lernen. Und wenn wir einen Weg gefunden hatten, prägte sich dieser uns ein. Dafür sorgt


Um loszulassen brauchen wir sechs Dinge.

Oder: es kommt immer wieder eine Ente vorbei. Früher gab es auf der Kirmes ein Spiel, das hieß “Enten angeln”. Mit einem Angelhaken an einem Stock konnte man Enten, die in einem Bottich mit strömenden Wasser vorbei schwammen, versuchen herauszufischen. An dieses Spiel für Kinder erinnerte ich mich, als ich darüber nachdachte, warum für viele


Was öffnet unser Herz und unseren Geldbeutel?

Für wen wir Deutsche am liebsten spenden.   Es war nur ein kurzer Artikel in der letzten Ausgabe der FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG. Aber er geht mir nicht aus dem Kopf. Es geht dabei um unsere Spendenbereitschaft – und um die Kriterien, nach denen wir Geld geben. In den letzten Monaten häufen sich ja die Krisen