Neurobiologie im Coaching: Was Coaches, Personaler und Führungskräfte wissen sollten.

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Achtsamkeit / Emotionale Intelligenz / Führung / Gesundheit / Glück / Neurobiologie
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Und unter welchen drei Bedingungen Menschen gern lernen.

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Globalisierung, Digitalisierung und der Wandel der Unternehmen erfordert von Führungskräften und Mitarbeitern eine immer höhere Lernbereitschaft. Die Neurobiologie liefert bereits heute viele Ansätze, wie Veränderungs- und Lernangebote gehirngerecht konzipiert sein müssen. Das hat für die Bereiche Coaching, Personalarbeit und Führung wichtige Konsequenzen.

Die gute Nachricht: Veränderung ist nicht leicht – aber möglich. Denn unser Gehirn ist neuroplastisch. Es kann sich lebenslang verändern. Aber nur wenn es entsprechende Anreize zur Bildung von neuen neuronalen Netzwerken bekommt.

Was können Führungskräfte, Personalleiter, Trainer und Coaches aus den Erkenntnissen der Neurowissenschaften lernen? Wie müssen deren Angebote für Mitarbeiter, Coachees und Seminarteilnehmer konzipiert sein, damit sie auf Interesse treffen? Und vor allem: in der Praxis umgesetzt werden.

Was passiert in Ihrem Gehirn, wenn Sie etwas lernen?

Das Gehirn ist ein Leben lang anpassungsfähig. Damit sich im Gehirn neue Verschaltungen und Synapsen entwickeln, braucht es eine neue Herausforderung, aber eine, die für uns bedeutsam ist und emotional bewegt.

Die emotionalen Zentren sind Kerngebiete im Mittelhirn. Die Neuronen dort haben lange Fortsätze in alle anderen Hirnteile hinein. Wenn uns etwas bewegt und aufwühlt, werden diese emotionalen Zentren stark aktiviert.

Und dann werden neuroplastische Botenstoffe wie Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ausgeschüttet. Für die Praxis heißt ds: Die wirken wie Dünger und veranlassen die dahinter liegenden Nervenzellen und Netzwerke dazu, all das, was im Zustand der Begeisterung getriggert wurde, zu festigen: Wir lernen etwas Neues!

 

Häufige Irrtümer, wie Menschen lernen.

Damit Mitarbeiter für neue Ideen und Verhaltensweisen offen sind, wird oft Coaching eingesetzt. Doch oft existieren über das Lernen von neuen Inhalten einige hartnäckige Vorurteile: Weiterlesen

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Mit Achtsamkeit Ihre Aufschieberitis überwinden?

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Achtsamkeit / Methoden / Zeit
persönlichkeitsseminare, kopp-wichmann, coaching

procratination, Photo credit BuzzParadise via Foter

Sie kennen das vermutlich.

Irgendeine unliebsame Tätigkeit, die Sie machen müssen, und der Aufschieber-Teufel in Ihnen meldet sich. Das merken Sie daran, dass Sie – anstatt die Aufgabe anzugehen und endlich hinter sich zu bringen, Sie …

  • Zum wiederholten Mal Ihre eMails checken.
  • Erst mal noch einen Kaffee holen.
  • Ihnen einfällt, wen Sie noch dringend anrufen müssen.
  • Sie erst mal noch schnell die Blumen gießen wollen.

Das machen alle Aufschieber so. Aber warum?
Antwort: Weil die zu erledigende Aufgabe Sie anscheinend nicht reizt, sondern Ihnen eher ein schlechtes Gefühl macht. Und Ihre aufschiebenden Tätigkeiten (Mails checken, Blumen gießen etc.) für bessere Gefühle sorgen.

Was tun?

Sich jetzt runterzumachen bringt noch mehr negative Gefühle. Und Sie kriegen noch weniger Lust, die anstehende Aufgabe zu erledigen. Besser ist es, mit etwas Achtsamkeit Ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Aufschieben zu richten.
(Am Ende des Artikels erfahren Sie eine speziellen Tipp.)

Was machen Sie genau, wenn Sie aufschieben?

Wahrscheinlich wissen Sie das nicht und denken: „Ich mache das gar nicht, es passiert!“
Genau. Aber wenn Sie etwas verändern wollen, hilft es meist, erst einmal genauer zu verstehen, was da eigentlich passiert und wie Sie dem Aufschieben erliegen. Erst wenn Sie verstanden haben, was genau in solchen Momenten in Ihnen abläuft, kommen Sie auch zu ganz persönlichen Lösungsstrategien, die Sie wieder eine neue Spur bringen.

Ich verspreche Ihnen nicht, dass dadurch Ihr Aufschieben für immer aus Ihrem Leben verschwinden wird. Denn wahrscheinlich ist es eine lang gehegte Gewohnheit. Das wäre unrealistisch. Es geht mehr darum, achtsam zu sein, wenn es passiert. Denn das ist der einzige Moment, wo Sie eingreifen können.

Wenn Sie jetzt gern das Weiterlesen aufschieben würden, weil Sie merken, dass es ernst wird, habe ich hier für Sie als kleine Ablenkung einen Aufschiebertest der Süddeutschen Zeitung.
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Elevator Pitch – oder „Was machen Sie denn beruflich?“

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Karriere
elevator-pitch, Photo credit derekskey via Foter
persönlichkeitsseminar, kopp-wichmann,elevator pitch,

Sie haben jetzt genau 60 Sekunden.

Diese Frage hören Sie als Selbständiger und Freiberufler häufig. Auf einer privaten Party oder einer geschäftlichen Veranstaltung lernen Sie jemand kennen und werden gefragt, was Sie denn so machen. Oder in einem Seminar, einem Arbeitskreis oder einem Branchentreffen soll jeder sich kurz vorstellen. Eine einmalige Gelegenheit, alle Vorteile Ihrer Person und Ihres Unternehmens zu präsentieren. Am Ende des Artikels erfahren Sie auch, wie ich Ihnen helfen kann, Ihren Elevator Pitch zu schreiben.

Sie wissen: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“ Wenn Sie jetzt so etwas sagen wie „Ich bin Immobilienmakler mit dem Schwerpunkt Gewerbeimmobilien“ oder „Ich habe einen PC-Reparaturdienst, mein Spezialgebiet sind individuelle Serverlösungen“, dann entspricht das zwar den Tatsachen aber reißt niemanden vom Hocker. Beziehungsweise veranlasst niemanden, im Aufzug die Stopptaste zu drücken.

Mit anderen Worten, Sie haben vielleicht jetzt eine gute Chance vertan, Ihr Gegenüber für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung so zu interessieren, dass er nach Ihrer Visitenkarte fragt. Besser ist es, Sie haben für solche – und andere – Gelegenheiten einen „Elevator Pitch“ abrufbar. Was ist das bitteschön, ein „Elevator Pitch“. Weiterlesen

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Warum machen Sie aus Ihrer Lieblingstätigkeit keinen Nebenjob?

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Glück / Persönlichkeit
cheerful senior man raised his glasses and looking at laptop in cafe

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Viele Menschen träumen davon, aus ihrer Lieblingsbeschäftigung einen Beruf zu machen. Damit meine ich jetzt nicht die vielen Angebote à la „Geld verdienen im Internet“ oder Tim Ferriss Model der „4-Stunden-Woche“.  Aber es gibt eine sehr bewährte Möglichkeit, seiner Leidenschaft nachzugehen ohne großes Risiko. Seine kreativen Neigungen auszuleben. Ein Zusatzeinkommen nebenbei zu erzielen. Ein zweites Standbein sich aufzubauen, aus dem vielleicht sogar mal der Hauptberuf werden kann.
Am Ende dieses Artikels verrate ich Ihnen auch, wie ich Sie ganz persönlich dabei unterstützen kann.

Er arbeitete zeitlebens bei der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen“ in Prag. War dort aber ziemlich unglücklich. Andererseits sind die Beschreibungen der Beamten in seinen Romanen „Der Prozess“ und „Das Schloss“ ohne seinen beruflichen Hintergrund nicht zu verstehen. In der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 gelang es Kafka, die Erzählung „Das Urteil“ in nur acht Stunden in einem Zuge zu Papier zu bringen. Im späteren Urteil der Literaturwissenschaft hat Kafka hier mit einem Schlag thematisch und stilistisch zu sich selbst gefunden. Kafka hingegen elektrisierte zunächst der noch nie so intensiv erlebte Akt des Schreibens: „Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele“.

Was können wir daraus lernen? Dass man seiner Leidenschaft nachgehen kann, wenn man daraus einen Nebenjob macht.

Haben Sie manchmal das Gefühl, was im Leben zu verpassen?

Klar, fast jeder muss seinen Lebensunterhalt verdienen. Wenn man Glück hat, in einem Beruf, der genügend einbringt und auch immer wieder spannend ist. Und dennoch. Kein Beruf kann all unsere Talente, Fähigkeiten und Wünsche erfüllen. Und fast jeder hat Träume von einem etwas anderen Leben. Oder es gibt Schwierigkeiten, Krisen und Krankheit, der Lebensfluss kommt ins Stocken – und man weiß nicht weiter. Der neue Song von Udo Lindenberg beschreibt diese Seelenlage sehr treffend. Weiterlesen

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